Sehnsucht die mich treibt
zu finden mich selbst in der Ferne
Fernweh das mich ruft
endlich zu gehen
gehen ein Stück in die Welt
dem Glück nahe zu sein
immer dabei
immer ganz nah
Glückes Nähe
ganz bei mir
zu erkennen was ich habe
treibt es mich davon
um wieder zukommen!
…so lange hin.
Habe gerade diese Woche das Gefühl dringend eine Auszeit nötig zu haben!
Ich erhoffe mir doch einige klare Gedanken für mein Leben und weiss das mir diese Reise dazu verhelfen wird. Den positiven Effekt, alleine in Bewegung zu sein, seinen Gedanken nachzuhängen und sei es nur bei kleinen Touren durchs Bergische Land mit dem Mountainbike oder einem schönen 10 km Lauf wünsch ich mir her….23 Tage dazu Zeit zu haben verspricht eine Menge an Klarheit und neuen Ideen!
Müde bin ich und doch so voller Tatendrang, sehe den Horizont nicht weil ich mir selbst Wolken davor schiebe und reite dennoch wie Don Quichote dem vermeintlichen Feind entgegen!
Warum gibt es immer jemanden der meint es besser zu wissen?
..und dann
Ja dann passiert es eben doch.
Monatelang fahre ich mit meiner kleinen Gruppe Mountainbikern durchs Bergische Land, immer habe ich meinen kleinen Rucksack auf den Rücken. Gut verstaut sind Verbandszeug, mit Wundspray und Magensiumpulver, Traubenzucker , auch ein Handy ein Ersatzschlauch, samt Reparaturset, eine kleine Luftpumpe, einwenig Geld….alles immer parat.
Ja, immer bis auf letzten Donnerstag, meine kleine Pumpe hatte mir einige Tage zuvor mein lieber Mann entwendet und zerbrochen. Der Rucksack war sehr dreckig, da ich ihn nicht gewaschen hatte und so wiegte ich mich in der Sicherheit das ja eh nix passiert.
Doch so kann man sich täuschen. Das erste mal ohne Rücksack auf den Rücken machte ich mich auf zu unserem Treffpunkt, ich fühlte mich schon irgendwie komisch, alles war so luftig da hinten, nix lag auf meinen Rücken, es fühlte sich sehr ungewohnt an… Ich mochte das Gefühl nicht, aber deswegen umzukehren erschien mir mehr als blöd. Wäre ich doch besser.
Wir fuhren bei schönsten Herbstwetter unsere nette Runde um den Altenberger Dom, es sollten wieder so um die 40 Kilometer werden. Es machte viel Freude und die Wege waren, obwohl es Tage vorher ordentlich gegossen hatte, recht trocken. Es ging über Stock und Stein, durch kleine Bäche, über Holzbrücken, Wurzel, Asphaltstraßen und schönen Wanderwegen sowie kleinen Trails.
Doch auf einmal kam ich gar nicht mehr voran, dachte schon ich hätte einen Leistungseinbruch bis ich den Schaden sah.
…
Ich hatte einen Platten!
…
Mein Hinterrad verlor rasant die Luft und ich konnte meine Mitfahrer nicht mehr einholen, so hoffte ich sie würden bemerken, dass ich nicht mehr bei der Gruppe war. Kurz vor dem Altenberger Dom entdeckten sie tatsächlich das ich verloren gegangen bin und kamen zurück. Es war nicht weit bis zu dem schönen Dom im Bergischen Land, ich schob die paar Meter und wurde von einem Aufgebot an Feldjägern und Polizei erwartet.
Eine Messe wurde gehalten, die jungen Wehrdienstler reichten Erbsensuppe.
Doch ob mein Freund und Helfer auch eine Luftpumpe hatte?
Denn es war tatsächlich so, dass KEINER unser Gruppe eine Luftpumpe dabei hatte, alle wiegten wir uns in der Sicherheit der vergangenen Monate. Flickzeug, ja das hatten wir, einen Bachlauf zum Loch finden auch, aber keine Pumpe.
Tatsächlich erkannte ein freundlicher Polizist unser Problem und war so nett in seine nahegelegende Dienststelle zu fahren um die Polizeiluftpumpe zu holen.
Freude kam auf, eine Erbsensuppe zur Stärkung nahmen wir gerne zu uns, bis der nette Mann mit der Pumpe kam…aber oh Schreck aus welchem Jahrhundert stammte denn diese Pumpe? Der Kolben in der Standpumpe war ziemlich marode und der Hubweg brachte somit keinen großen Erfolg, das Loch wurde dennoch schnell gefunden und mit viel Mühe reparierten wir provisorisch die Luftpumpe.
…
Alles war geflickt, das Rad schnell wieder eingebaut und ab ging es mit 30 Minuten Verspätung auf die letzen Kilometer.
…
Doch
…
Ich kam nicht weit, am Fuss des Berges zeigte mir mein Fahrad abermals einen Plattfuss und so blieb mir nichts übrig meine Gruppe ziehen zu lassen danmit sie mich mit dem Auto beizeiten aufsammeln k0nnten. Ich schob mein Rad und kam mir ziemlich dämlich vor.
..
Fazit:
Nette Polizisten gibt es , auch die Feldjäger sind herzlich,……aber eine Mountainbiketour ohne entsprechende Ausrüstung anzutreten ist DUMMHEIT….
…
Kommt nicht wieder vor!
Zur Zeit verschlinge ich ja Bücher über Pilgerreisen, über Pilger, Reiseberichte und sogar Fahrradkarten.
Das Buch von Bettina Selby, „Der Jakobsweg“ versprach mir anders zu sein als das bisher gelesene, obwohl ich keines der gelesenen Bücher überhaupt vergleichen könnte, da sie alle anders sind.
Geprägt von dem Autor und den Erfahrungen auf dem Jakobsweg!
Die britische Autorin, welche schon viele Reiseberichte geschrieben hat, die immer mit dem Fahrrad unterwegs war, beginnt ihre Reise in Frankreich im burgundischen Vézelay. Angelockt durch eine Postkarte auf der eine alte Landkarte mit den vier wichtigsten Pilgerstraßen ins westspanische Santiago de Compostela abgebildet war. Anfang April, ihr „Robert“ ist voll bepackt. Mit Radtaschen vorne, hinten, mit einem Zelt und Gaskocher.
Ihre Reisebeschreibung bezieht sich mehr auf die alten Zeitzeugen des Weges, auf Bauwerke, Kirchen und Wegkreuze, ihr fundiertes Wissen welches sie in ihrem Studium der Religionswissenschaften erworben hat wird in diesem Buch verarbeitet. Es lies sich oft wie ein Geschichtsbuch für Architektur- und Religionsgeschichte nicht wie der Reisebericht einer Pilgerin. Mehr oder weniger freiwillig angeregt durch die zahlreichen Klöster, Kapellen, Kirchen, Schreine und Votivtafeln, an denen der Pilgerweg entlang führt, tritt dann der sportliche Aspekt der Reise zu Gunsten historischer und spiritueller Themen in den Hintergrund. Nun gut gestartet ist sie auch nicht als Pilgerin, das wurde sie erst mit der Reise, doch leider kommt genau das für mich zu kurz, ihre Wandlung zum Pilger, zum Gläubigen, beschreibt sie zu wenig, fesselt mich zu wenig mit persönlichen Erfahrungen. Ich konnte auch schlecht den Weg nachvollziehen den sie fuhr, sicherlich ein Buch welches sich nett lesen lässt , jedoch nicht um mich gefangen zu nehmen von dem Weg, mit der Zeit wird es langweilig!
Fazit:
Für mich war es manchmal schwer weiter zu lesen!
…Siebte Deutsche möchte pilgern.
Bei den unter 30 jährigen liegt die Anzahl der Pilgerwanderungen Interessierten mit 29 Prozent am höchsten.
Quelle: Mindline Media für P.M Guide
Ein Teil meiner Ausrüstung kam gestern mit der Post an.
Eine neue Regenjacke, sicherlich brauchte ich diese so oder so, doch in Anbetracht das ich mich auf die Reise begeben möchte kam ein weiter Gesichtspunkt hinzu! Sie sollte leicht und schön klein zu verstauen sein! Trotzdem wasserdicht und windabweisend!
Leichte, sportive Frauen Bike Regenjacke mit Stretcheinsätzen im Rücken für optimale Bewegungsfreiheit und Passform.

Diese Jacke hat eine Wassersäule von 15.000 mm und eine Atmungsaktivität von 15.000 g/m2/24h…das soll Spitzenklasse sein. Na Hauptsache ist das ich trocken bleibe, sowohl vom Regen als vom Schweiß, denn in einer Regenjacke zu schwitzen ist besonders ekelig!
…und die Farbe ist das nicht ein Traum?–>passend zu meiner Augenfarbe
Nachdem ich mich nun dazu entschieden habe diese Reise im kommenden Jahr anzutreten stellte ich mir öfters die Frage was denn der Grund dazu sei der mich dazu bewegt so etwas machen zu wollen. Komischer Weise stellte mir bislang kein Anderer diese Frage. Niemand! Nicht einmal mein Liebster oder meine Kinder. Es scheint so als wolle mir keiner zu Nahe treten, dabei würde ich diese Frage als ganz normale Frage empfinden. Doch…. wenn ich so recht überlege hätte ich diese Frage bis vor kurzen gar nicht beantworten können. Nicht so richtig!
Mit dem Buch von Hape Kerkeling habe ich mich köstlich amüsiert, die Medien haben das Thema hübsch aufgebauscht und überall wurde gepilgert. C und D-Promis bereisten den Camino, allerdings weniger unterhaltsam als die Bücher von Kerkeling und Coelho. Der Pilgerpfad zum Grab des heiligen Jakobus wurde mir dennoch dadurch nahe gebracht. Die schönen Bilder der Landschaften, der Weg als Wanderung machten mich einfach neugierig!
Ich bin kein katholischer Christ der an den Ablass seiner Sünden durch die Beichte oder Wallfahrten glaubt. Ich bin Christ und glaube an Gott in seiner Güte und Liebe, er nimmt mich so wie ich bin, auch mit meinen kleinen Sünden, denn große Sünden hab ich nicht begangen. Also fällt bei mir der Grund des Sündenerlasses weg.
Was bitte schön soll ich denn nun die nächsten 6 Monate schreiben?
Es wird nicht viel sein, zum Ende der Wartezeit wird es mehr werden, aber momentan ist nicht viel zu tun.
Das wichtigste habe ich bereits geschafft. Ich habe mich entschieden, ich habe die Reisezeit und Reisedauer festgelegt, habe den Flug gebucht und mich unwiderruflich für das Unternehmen „Camino“ entschieden! Ich freu mich drauf!
Zur Zeit sauge ich jedes Buch in mich auf, lese Berichte im Internet stöbere in Buchhandlungen und mache mir Gedanke um meine Ausrüstung!
Ja, das wäre auch das Einigste was ich zur Zeit posten könnte.
Mein Mountainbike ist ein reines Sportgerät und vom Hersteller nicht dafür ausgelegt mit ihm längere Touren mit Gepäck zu fahren, das heißt es fehlen Möglichkeiten Gepäckträger daran zu montieren. Doch das ist nicht schlimm, so etwas gibt es auch ohne Bohrlöcher im Rahmen.
So werde ich in naher Zukunft über meine Shoppingtouren erzählen, bei denen ich hoffentlich das eine oder andere Schnäppchen machen werde, denn eines ist ganz sicher die Ausrüstung kostet eine kleine Stange Geld. Vielleicht berichte ich auch das eine oder andere Mal über meine Geldbeschaffungsmethode
oh nein keine Beschaffungskriminalität, ich denke ich werde einfach das eine oder andere Unwichtige aus meinem Hause zu Geld machen. Flohmärkte und KO sind gefragt. Denn so bin ich nun mal, ich finanziere mir meine Extras gerne selber!
Gut …also ich stöbere mal weiter wenn ich was hab dann zeig ich es euch!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Die Träumerin oder Bonafilia
Buen Camino
von Tim Moore
Dieses Buch habe ich in einer Buchhandlung am Altenberger Dom entdeckt ,welche vornehmlich christliche Bücher führt. Ich las mir den Buchdeckel durch und dachte. Ja, OK das hört sich gut an:
Zwei Esel auf dem Jakobsweg ist nicht nur schreiend komisch, sondern bietet einen nüchternen, von jeder esoterischen Peinlichkeit befreiten Blick auf das Geschehen.« Die Presse »
Diese tragikomische Verbindung von Mensch und Tier hat höchsten Unterhaltungswert.« Nürnberger Zeitung
Britischer Humor ist ganz auf meiner Wellenlänge, nimm es mal mit!
Und kaum war es bei mir zuhause konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen.
Tim Moore beschreibt seinen Camino , den er zusammen mit einen Esel geht. Da er zu Beginn seiner Reise nicht die geringste Ahnung hat wie man einen Esel führt, lässt er sich bereits in England in die Kunst des Esel führen einweisen. Doch das hilft ihn nicht viel! Er wird es jedoch lernen auf dem Weg der 1 Millionen Schritte. Doch nicht nur das wird er lernen, vor allen Dingen lernt er sich selbst kennen. Tim Moore erzählt auf lustige Weise seine Begegnungen mit anderen Pilgern, mit den Widrigkeiten der Natur und vor allen Dingen seine Erlebnisse mit der Sturheit eines Esels.
Es ist ein Reisebericht, keiner den man als Reiseführer benutzen könnte. Jedoch zur Einstimmung auf solch eine Reise und nur so zum Spaß ist das Buch durchaus zu empfehlen.
Viel Spaß beim Lesen!
Ich habe eine Entscheidung getroffen.
Eine?
Was sag ich da es sind gleich mindestens 3 oder besser 4!
- Ich fliege am 14. April 2010 über Madrid nach Pamplona
- Startpunkt meiner Radpilgertour ist somit Pamplona
- Meine Reise wird 23 Tage dauern
- Ich werde bis zum Ende der Welt fahren nach Finisterre , das liegt ca. 90 km hinter Santiago de Compostela, insgesamt 18 Etappen mit dem Fahrrad fahren, 3 Reservetage und je einen Tag für An und Abreise stehen mir außerdem zur Verfügung!



